Schule fürs Leben

„Ich beneide euch, ich bin ein sprachliches Armutschkerl“

heinisch hosek

Wir waren zu Gast bei Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek im Bundeskanzleramt und bekamen ein Exklusivinterview für das Projekt Schule fürs Leben. Mit dabei - der ORF.

Sandeep 3b: Die Schweißperlen standen mir auf der Stirn, weil ich ein Blackout hatte und nicht mehr wusste, was ich Ministerin Heinisch-Hosek fragen sollte. Ich war so aufgeregt. Ich hatte nur ungefähr zwei Minuten, um meine Frage auswendig zu lernen. Das hat mich noch nervöser gemacht. Ich erklärte ihr, dass wir in unserem Projekt zeigen, dass wir alle gleich sind und alle viel erreichen können, egal, aus welchem Land man kommt. Schließlich fragte ich sie, ob sie das auch so sieht.

Unterrichtsministerin: „Ich beneide euch so sehr um eure Muttersprachen. Ihr könnt alle zumindest drei Sprache und ich bin so ein Armutschkerl, weil ich nur Deutsch und ein bisschen Englisch kann. Da ergeben sich viele Chancen für euch, wenn ihr euch für Bildung entscheidet.“

Evelina 3b: Ich war nervös und hatte Angst, dass ich die Frage vergesse. Ich habe mich auch der Ministerin vorgestellt und ihr eine Frage gestellt: Ich komme aus Moldawien und wollte fragen, ob die Österreicher mehr Chancen haben als ich, weil ich eine Ausländerin bin? Ich denke, dass alle gleich sein sollten!

Unterrichtsministerin: „Ich möchte es nicht glauben, aber ich höre das eine oder andere Mal Beispiele. Junge Leute bewerben sich für eine Lehrstelle und bekommen aufgrund ihres Namens den Job nicht. Das ist ungerecht.“

Beyza 3b: In wenigen Minuten musste ich meine Frage der Unterrichtsministerin stellen. Ich war nervös, doch hatte keine Angst, weil ich sie sie sympathisch und freundlich fand. Ich fragte sie, ob sie schon mal mit Rassismus konfrontiert wurde, weil mir das schon passiertist.Sie antwortete, dass sie schon oft erlebt hat, dass jemand rassistisch beschimpft wurde. Doch Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek hat uns auch gezeigt, wie wir uns oder andere verteidigen können: Indem wird dagegen auftreten!

Unterrichtsministerin: „Und weißt du, was ihr euch mitnehmt: Politische Bildung, Wissen über Menschenrechte- nicht parteipolitisch, demokratiepolitisch. Ihr kennt die Regeln eures Landes und habt gelernt, wogegen man wie auftreten kann. Das ist politische Bildung in Reinkultur.“

Beyza 3b: In wenigen Minuten musste ich meine Frage der Unterrichtsministerin stellen. Ich war nervös, doch hatte keine Angst, weil ich sie sie sympathisch und freundlich fand. Ich fragte sie, ob sie schon mal mit Rassismus konfrontiert wurde, weil mir das schon passiertist.Sie antwortete, dass sie schon oft erlebt hat, dass jemand rassistisch beschimpft wurde. Doch Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek hat uns auch gezeigt, wie wir uns oder andere verteidigen können: Indem wird dagegen auftreten!

Unterrichtsministerin: „Und weißt du, was ihr euch mitnehmt: Politische Bildung, Wissen über Menschenrechte- nicht parteipolitisch, demokratiepolitisch. Ihr kennt die Regeln eures Landes und habt gelernt, wogegen man wie auftreten kann. Das ist politische Bildung in Reinkultur.“

Ich fand den Tag aufregend, weil wir Politiker und Politikerinnen persönlich getroffen und sie auch interviewt haben. Wir haben auch gelernt, was wir gegen Rassismus tun können.

interview 3